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m@dd!n

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Montag, 6. Februar 2012, 20:28

Supervulkane

Von vielen werden sie nur für einen Mythos gehalten, doch sie existieren: Supervulkane. Bis jetzt wurde immer angenommen, dass sich ein erneuter Ausbruch über Jahrhunderte ankündigen würde durch verstärkte unterirdische und oberirdische Aktivitäten am Vulkan. Doch diese Annahme ist falsch, denn Forscher haben festgestellt, dass das befüllen der Magmakammer (und nach voller Magmakammer dann der Ausbruch) nicht langsam über Jahrhunderte stattfindet, sonder dass das Magma in schnellen Schüben in die Magmakammer dringen kann und somit ein Supervulkan schneller ausbrechen kann als bisher gedacht. Der letzte Ausbruch eines richtigen Supervulkans fand vor ca. 22.500 bis 26.500 Jahren statt.

Wissenschaftlich erfasst sind bis jetzt nur wenige Supervulkane. Vulkanausbrüche werden nach dem Vulkanexplosivitätsindex (VEI) bewertet. Supervulkane haben dabei Ausbrüche der Stufe 8 VEI (höchste Stufe). Stufe 8 bedeutet: Der Materialausstoß (Fachwort: Tephra) ist größer als 1000 km³ und die Eruptionssäule ist größer als 25 km (wobei dies auf die Stufen 5 - 8 zutrifft, bei Supervulkanen wird das Material aber mit Überschallgeschwindigkeit (durch die Wucht der Explosion) in bis zu 50 km Höhe transportiert).

Hier eine Liste von bekannten Supervulkan-Ausbrüchen der Stufe 8 VEI:

La-Garita-Caldera: (Colorado, USA) vor ca. 27 Millionen Jahren; Materialausstoß: 5.000 km³

Tobasee: (Sumatra, Indonesien) vor ca. 75.000 Jahren; Materialausstoß: 2.800 km³

Yellowstone Caldera (die sogen. "Huckleberry Ridge Eruption"): (Wyoming, USA) vor 2,2 Million Jahren; Materialaustoß: 2.500 km³

La Pacana Caldera: (Chile) vor ca. 4 Mio. Jahren; Materialaustoß: 2.500 km³

Vilama-Caldera: (Argentinien) vor 8,4 Millionen Jahren; Materialaustoß: 2.000 km³

Tauposee: (Nordinsel, Neuseeland): vor ca. 22.500 bis 26.500 Jahren; Materialaustoß: 1.170 km³

Yellowstone Caldera (die sogen. "Lava Creek Eruption"): (Wyoming, USA) vor 640.000 Jahren; 1000 km³


Die in dieser Liste auftauchenden Supervulkane sind aber bei weitem nicht alle Supervulkane. Dies sind wie gesagt nur die bekannten Ausbrüche der Stufe 8.

Wenn man an einen Vulkan denkt, dann denkt man meist an die typische Kegelform. Dies trifft aber auf Supervulkane nicht zu. Supervulkane haben auf Grund der Größe ihrer Magmakammer keinen Vulkankegel sonder riesige sogenannte "Calderen" (bedeutet soviel wie Krater, Einbruchskessel).

Der Ausbruch eines Supervulkans wäre fatal. Es gibt keine Vorhersagemodelle für den Verlauf eines Ausbruchs, denn bislang konnten noch keine derartigen Ausbrüche beobachtet werden. Es wird Erdbeben und Flutwellen unbekannter Stärke geben (je nach Lage des Vulkans), nach den lokalen Verwüstungen im Kreis von mehreren hundert Kilometern wird eine Klimakatastrophe durch die in der Atmosphäre verteilte Asche ausgelöst (wird auch als Vulkanischer Winter bezeichnet) und die Temperaturen werden dabei in kürzester Zeit weltweit um mehrere Grade absinken (z.B. beim Ausbruch des Tobesee-Vulkans die vor ca. 75.000 Jahren stattfand, sollen die Temperaturen Berechnungen zufolge zunächst 18 Grad gesunken sein und ein Jahrzehnt später lag die Temperatur immer noch bei 10 Grad unter der Durchschnittstemperatur). Dadurch gibt es Massensterben von Pflanzen und Tieren und es würde Nahrungsknappheit geben.

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A.J.

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Dienstag, 7. Februar 2012, 08:50

Der Ausbruch eines Supervulkans wäre fatal. Es gibt keine Vorhersagemodelle für den Verlauf eines Ausbruchs, denn bislang konnten noch keine derartigen Ausbrüche beobachtet werden. Es wird Erdbeben und Flutwellen unbekannter Stärke geben (je nach Lage des Vulkans), nach den lokalen Verwüstungen im Kreis von mehreren hundert Kilometern wird eine Klimakatastrophe durch die in der Atmosphäre verteilte Asche ausgelöst (wird auch als Vulkanischer Winter bezeichnet) und die Temperaturen werden dabei in kürzester Zeit weltweit um mehrere Grade absinken (z.B. beim Ausbruch des Tobesee-Vulkans die vor ca. 75.000 Jahren stattfand, sollen die Temperaturen Berechnungen zufolge zunächst 18 Grad gesunken sein und ein Jahrzehnt später lag die Temperatur immer noch bei 10 Grad unter der Durchschnittstemperatur). Dadurch gibt es Massensterben von Pflanzen und Tieren und es würde Nahrungsknappheit geben.

Das erinnert stark an den Film 2012. Da werden die Folgen eines Ausbruchs eines Supervulkans ich glaub im Yellowstone gezeigt -> Alle Menschen müssen auf Archen fliegen, die Welt geht unter. Wie ich finde ein durchaus denkbares, wenn auch natürlich nicht gerade prickelndes, Szenario ...

La-Garita-Caldera: (Colorado, USA) vor ca. 27 Millionen Jahren; Materialausstoß: 5.000 km³

Einfach krass, wie soll man sich das vorstellen ... 5.000 km³ Materialausstoß ... einfach heavy ...

Selbst wenn sich so ein Supvulkan "ankündigt" was dagegen unternehmen können wir ohnehin nicht, außer uns auf die Folgen vorzubereiten, aber selbst das wird schwer, da keiner wirklich genau sagen kann, was passieren würde ...

3

Dienstag, 7. Februar 2012, 10:29

Wenn heutzutage so ein Megavulkan ausbrechen würde, vorallem im Gebiet der Tropen, hätten wir keine Klimaerwärmung mehr, sondern eine neue Eiszeit.
Und DIE wäre dann fatal für die Menschheit, weil dann ein erneuter Kampft um Nahrung, Ressourcen und auch ds Überleben losgehen würde

also hoffen wir mal lieber, dass die solange schweigen, bis zumindest wir im Grab liegen :D

m@dd!n

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4

Dienstag, 7. Februar 2012, 15:56

Wenn heutzutage so ein Megavulkan ausbrechen würde, vorallem im Gebiet der Tropen, hätten wir keine Klimaerwärmung mehr, sondern eine neue Eiszeit.
Und DIE wäre dann fatal für die Menschheit, weil dann ein erneuter Kampft um Nahrung, Ressourcen und auch ds Überleben losgehen würde

also hoffen wir mal lieber, dass die solange schweigen, bis zumindest wir im Grab liegen :D
hab ich doch gesagt mit der Eiszeit :D

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5

Dienstag, 7. Februar 2012, 16:39

hab ich wohl übersehen ^^