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Grizzly

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Freitag, 19. Januar 2007, 09:32

Polarlichter

Hi @ all, hier habt ihr ein Paar infos über Polarlichter.

Auslöser
Die Entstehung von Polarlichtern hängt mit der Sonnenaktivität zusammen, die Stärke und Richtung des Sonnenwindes bestimmt. Auslöser dieser Partikelstürme sind gewaltige Eruptionen, die riesige Wolken aus elektrisch geladener Materie in den Weltraum schleudern.

Die Sonne besteht zum größten Teil aus Wasserstoff, der durch Kernfusion zu Helium verschmolzen wird. Geladene Teilchen erzeugen gewaltige Magnetfelder, die als kleine Magnetfeld-Schleifen aus der Sonnenoberfläche ragen.
Wenn zwei dieser Schleifen zusammentreffen, kommt es zu Ausbrüchen, die heftig genug sein können, dass die Materie sogar die Anziehungskraft der Sonne überwindet. Auch größere Turbulenzen auf der Sonnenoberfläche, die durch die ungleichmäßige Rotation der Sonne entstehen, tragen zu Eruptionen bei. Als Gasball rotiert sie nicht als eine einzige Kugel, sondern dreht sich entlang ihres Äquators schneller als an ihren Polen: das Magnetfeld der Sonne wird durcheinandergewirbelt und kollabiert irgendwann.


Im Durchschnitt schleudert die Sonne ein- bis zweimal pro Tag dichte Materiewolken in den Weltraum hinaus. Die Wolke besteht aus Plasma, extrem energiereichen geladenen Teilchen, die von einem Magnetfeld zusammengehalten werden.
Die unsichtbaren Partikelströme aus Richtung Sonne können verheerende Folgen haben. Am 13. März 1989 raste eine zwei Millionen Kilometer lange, elektrisch geladene Materiewolke auf die Erde zu und löste über der nördlichen Hemisphäre einen gewaltigen magnetischen Sturm aus.
In der kanadischen Provinz Québec überlasteten über eine Million Ampère das Stromnetz und legten sämtliche Umspannwerke lahm. Elektronische Systeme sind besonders anfällig für die Kosmische Strahlung. Die Partikel können militärische Sicherheitssysteme ausschalten oder stören sowie Flugzeuge in großen Reisehöhen abstürzen lassen bzw. die Passagiere radioaktiv verstrahlen: in 10000 km Höhe ist die Belastung höher als nach 100 Röntgenaufnahmen.

Wie entstehen die polarlichter?
Sonnenstürme rasen mit einer Geschwindigkeit von eineinhalb Million Kilometern pro Stunde durch das All und treffen nach etwa zwei Tagen auf das Magnetfeld der Erde, das uns vor der kosmischen Strahlung schützt. Doch die Kraft des Sonnenwindes drückt das Magnetfeld der Erde zusammen und erzeugt auf der Nachtseite einen langen Schweif.


Da das Magnetfeld der Erde an den Polen am schwächsten ist, dringen die geladenen Teilchen von der Sonne hier besonders tief in die Atmosphäre ein. Die energiereichen Partikel treffen auf Moleküle in der Erdatmosphäre und bringen die verschiedenen Bestandteile der Luft zum Leuchten: ein Polarlicht ist entstanden.
In direktem Zusammenhang mit dem Wetter steht das Polarlicht nicht, da es in der sogenannten Ionosphäre (60-2000 km Höhe) entsteht, während Wettergeschehen in den untersten Luftschichten bis in maximal 15 km Höhe stattfindet.