" Eigentlich müsste ich jetzt... lernen/ arbeiten/ Mutti anrufen/ kochen/ putzen/ einkaufen/ noch zur Post/ jemandem helfen/ endlich mal xyz erledigen....."
Wer kennt das nicht? Die Motivation fehlt. Aber was ist eigentlich Motivation?
Motivation bezeichnet das auf emotionaler und neuronaler Aktivität (Aktivierung) beruhende Streben des Menschen nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten. Motivation steigert die Handlungsbereitschaft und ist somit eine „Triebkraft“ für Verhalten.
Woran liegt es aber, dass man so oft so unmotiviert ist? Wir wollen unsere Ziele doch erreichen? Wer will das nicht?
Schließlich funktionieren manche Sachen doch sehr gut. Aber nur, wenn sie Spaß machen!
Wer gern in seiner Freizeit malt, der macht das freiwillig und aus Spaß. Wer gerne Beachvolleyball spielt, hat Vergnügen daran.
Sobald aber der Hobbyzeichner /- sportler MÜSSEN (zB Kunst und Sport in der Schule), WOLLEN sie nicht mehr.
Denn die meisten Menschen verbinden ihre Ziele/ zu erledigenden Aufgaben mit Anstrengung, Zeitaufwand, Ärger,
(siehe oben) Zwang oder haben Ängste.
Faul bleiben ist einfacher:
" Es ist doch viel bequem einfach weiter fernzusehen statt jetzt aufzustehen und die Gartenarbeit zu erledigen!"
" Die Post ist so weit weg!"
" Da muss ich mich ja extra umziehen!"
" Zocken macht viel mehr Spaß als lernen!"
" Den Sport lass ich heute mal ausfallen, der ist mir zu anstrengend!"
" Jeden Tag so früh Schule, ich bleib daheim, denn ich will weiterschlafen!"
Das sind unsere Ausreden. Natürlich die, die vom inneren Schweinehund kommen.
Unser Verstand sagt uns zwar, dass es nicht so sinnvoll ist alles aufzuschieben, dass man sogar große Probleme deswegen bekommen könnte, aber unsere Bequemlichkeit kann er meist nicht besiegen.
-> Was also dagegen machen?
Es gibt zahlreiche Tipps im Internet, Fachbüchern, bei Psychologen ect...
Doch sind es fast überall die gleichen, und helfen tun sie auch nicht. Und wenn, dann nur kurzfristig.
Die am häufigsten empfohlenen Tipps & warum sie scheitern bzw. langfristig nichts bringen:
- Prioritäten setzen: alles wichtige sofort, der Rest später.
( Aufschieberitis einer neuen Generation. Jeden Tag kommen neue, sehr wichtige Aufgaben hinzu. Die unwichtigen werden so lange nach hinten verschoben bis man sie vergisst.)
- rausfinden was einen motiviert: zb. Motivationsvideos gucken -> Sport, An frühere Erfolge denken -> viele Bereiche, uä
(Wenn man jedes Mal, wenn man unmotiviert ist, das gleiche denkt, wirds langweilig -> und langeweile motiviert nicht!)
- Belohnungen: zB: " Wenn ich das jetzt gemacht habe, gönne ich mir nachher ein Eis, Schoki, ...."
( Wird auf Dauer zu unkreativ, teuer.... Schließlich kann man sich ja nicht jedes Mal ne CD, was süßes kaufen & auch nicht jeden Abend in der Sauna entstannen - iwann wirds zu eintönig)
- Sich die Folgen ausmalen: "Wenn ich das Projekt nicht beende, werde ich gekündigt!"
(Man schiebt es meistens sowieso auf den letzen Moment)
- Terminliste machen: "Montag, 17.00: Joggen mit Johann. Di: 16.30: 2 h lernen. Mi: ab 18.00: An xyz arbeiten......"
(Ist den meisten auf Dauer zu anstrengen, demotiviert, soblad einige Termine nicht "fristgerecht" abgehackt wurden. Und meist denken sich die Leute: "Es kommt doch eh was dazwischen (Schwiegermutter, Unfall, Anruf, Freunde, Kinder, hier oder da Probleme).
-> Wie ist das bei euch?
Was bleibt bei euch häufig auf der Strecke?
Wisst ihr auch warum?
Was tut ihr dagegen?
Habt ihr mit eurer Methode Erfolg?
Bei mir ist das oft phasenweise:
Mal mach ich alles ohne Probleme, mal gibt es da diese Zeiten in denen ich einfach so gaar keine Lust hab.
Ich versuch mir dann meist alles etwas in Kleinigkeiten aufzuteilen um wenigstens etwas gemacht zu haben.
Oder ich setze mir einen festen Termin "Bis dahin (zB Sonntag) ist das fertig!" - Hat eigentlich den meisten Erfolg, da ich mich dadurch nicht allzu eingeengt von der Aufgabe fühle und sie flexibel in meinen Tag einbinden kann.
Zur Zeit hab ich 1000 Dinge zu tun, aber keine Lust. Ich versuchs mich dazu zu zwingen sie trotzdem zu machen. Ab und an gehts schief