Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: BASE4U. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

m@dd!n

Wissen/Allg.-Bildung Redakteur

  • »m@dd!n« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 365

Aktivitätspunkte: 7 645

Wohnort: Arberg

Beruf: Fachinformatiker - Systemintegration

  • Nachricht senden

1

Montag, 10. Oktober 2011, 16:47

Verfassungswidriger Bundesspionagetrojaner

Mitglieder des Chaos Computer Clubs haben herausgefunden, dass die Online-Durchsuchungssoftware der deutschen Sicherheitsbehörden mehr kann als bisher gedacht und gegen die Verfassung verstößt. Die Online-Durchsuchungssoftware ist eigentlich dazu da, um "konkrete Gefahren" abzuwehren, indem die PCs von Verdächtigen ausspioniert werden kann. CCC warnt jedoch vor verfassungwidrigen Funktionen der Software.

Hier einige der verfassungswidrigen Funktionen:

1. Es können Telefonate die übers Internet weitergeleitet werden abgehört werden, bevor diese verschlüsselt werden.

2. Falls der Computer Mikrofon und Kamera besitzt, können diese aktiviert werden und zur Überwachung der Wohnung benutzt werden.

3. Es können Dateien auf dem Computer durchsucht, nach belieben verändert, heruntergeladen und hochgeladen werden.

4. Es können E-Mails gelesen werden, selbst wenn diese nicht abgeschickt worden sind.

Durch Punkt 3 könnten Beweismittel manipuliert oder gar nachträglich hinzugefügt werden.

Der CCC fordert, dass wenn der Bund den Einsatz dieser Trojaner billigen sollte, dass dann die Verantwortlichen zurücktreten müssen. Im Extremfall wären dies Innenminister Hans-Peter Friedrich und BKA-Chef Jörg Zierke.

Das BKA wehrt sich gegen die Beschuldigungen: "Was auch immer der Chaos Computer Club untersucht hat oder zugespielt bekommen haben mag, es handelt sich nicht um einen sogenannten Bundestrojaner".

Wissen heißt wissen, wo es geschrieben steht.

TigerX

Ultimativer Basecamper

Beiträge: 6 399

Aktivitätspunkte: 34 905

Wohnort: DKB

Beruf: Selbst und ständig

  • Nachricht senden

2

Montag, 10. Oktober 2011, 17:19

War ja so klar ^^ Obs nun stimmt oder nicht, ich gehe davon aus dass CCC wirklich den BD Trojaner in die Hände bekam, selbst wenn nicht, zutrauen würde ich den Schäuble alles. Der Gläserne Bürger ist sein Ziel, nicht umsonst gibts Fingerabdruck im Perso und Vorratsdatenspeicherung...
Wie poste ich richtig? Nachdem du Google, die FAQ und die Suchfunktion erfolgreich ignoriert hast, erstellst du zwei bis fünf neue Themen in den falschen Unterforen mit kreativen Titeln und undeutlichen Texten, unter denen sich jeder etwas anders vorstellen kann.

m@dd!n

Wissen/Allg.-Bildung Redakteur

  • »m@dd!n« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 365

Aktivitätspunkte: 7 645

Wohnort: Arberg

Beruf: Fachinformatiker - Systemintegration

  • Nachricht senden

3

Montag, 17. Oktober 2011, 13:51

Die Piratenpartei hat nun wegen des Trojaners Strafanzeige gegen den bayrischen Innenminister Joachim Herrmann, den Präsidenten des bayerischen Landeskriminalamts und gegen weitere beteiligte Personen gestellt. Mittlerweile ist auch bekannt, dass der Trojaner schon öfters eingesetzt wurde als anfangs zugegeben. Anfangs waren von 3 - 5 die Rede, nun sind es ca. 100 Fälle in denen der Trojaner eingesetzt wurde. Allein in Bayern wurde er 25 mal eingesetzt.

Wissen heißt wissen, wo es geschrieben steht.

4

Montag, 17. Oktober 2011, 16:40

Der Gedanke daran das die ganze Zeit wer mitliest, zuguckt oder zuhört ist erschreckend. . .

m@dd!n

Wissen/Allg.-Bildung Redakteur

  • »m@dd!n« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 365

Aktivitätspunkte: 7 645

Wohnort: Arberg

Beruf: Fachinformatiker - Systemintegration

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 07:53

Nun wurde auch noch eine neuere Version des Trojaners gefunden, die noch mehr kann als der der vom CCC aufgedeckt wurde. Dieser Trojaner unterstützt auch 64-Bit System und kann mehr Programm als bisher gedacht überwachen. Überwacht werden können: Voice-Over-IP Programme (z.B. Skype), Dateimanager, Browser, E-Mail-Clients und Chat-Programme. Alle gängigen Programme dieser Typen werden unterstützt und überwacht.

Da 64-Bit Systeme eigentlich nur Treiber mit einem gültigen Zertifikat laden. Um an eines der Zertifikate zu kommen, knackt der Trojaner den Zertifikatspeicher. Wenn das Zertifikat einfach nur gefälscht wäre, würde Windows es im Normalfall erkennen und nicht zulassen. Wie der Trojaner es jedoch schafft den Zertifikatspeicher zu hacken, ist noch nicht geklärt.

Auch Antivirensoftware ist gegen diesen Trojaner machtlos, denn wenn der Trojaner sogar in der Lage ist den Zertifikatspeicher zu knacken, dann ist es für ihn auch ein leichtes die Antivirensoftware einfach abzuschalten.

Auch die neue Version des Trojaners wurde von der gleichen Firma (Digitask) entwickelt, wie die Version die der CCC untersucht hat.

Wissen heißt wissen, wo es geschrieben steht.