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Freitag, 16. September 2011, 16:51

Un-Gleiche Chancen auf Bildung & sozialen Aufstieg?! - Deutschlands Bildungssystem

Ein guter Job, dadurch abgesichtert zu sein eine gute zu Zukunft haben. Das ist das Motto hinter dem alle in Deutschland stehen. Doch wie erreicht man genau das? Durch Bildung und gleiche Chanchen darauf für JEDEN!

Aber wie sieht das bei jetzt eigentlich konkret bei uns in Deutschland aus?
Seit vielen Jahren versprechen uns Politiker das Blaue vom Himmel wenns um das Bildungssystem und gleiche Chancen auf Bildung geht.
Sie erzählen uns, dass jeder, wenn er sich anstrengt, in unserem Land durch Bildung sozial aufsteigen und ein besseres Leben haben kann.

Leider ist dieses Versprechen durch die folgenden Kriterien sehr schwierig zu erfüllen:
Die Hauptprobleme sind:

1. 16 Bundesländer = 16 verschiedene Bildungssysteme
Wie soll man damit landesweite Gleichheit der Schüler untereinander garantieren? Ein Abitur aus Schleswig Holstein zählt weniger als das Bayrische? Die Kinder im Süden von DE können besser lesen als die im Norden und haben außerdem komplett anderes Material durchgearbeitet?! Die alten Bundesländer sind besser ausgestattet als die neuen? usw usw usw...
Wie kann das nur fair sein?

2. Schultrennung nach der Grundschule in Haupt-, Realschule & Gymasium...
...in einem Alter, in dem die Schüler noch gar nicht begreifen, warum sie sich in der Schule anstrengen sollen. Kinder sind meist von Natur aus so, dass sie sich von Dingen, zu denen sie gezwungen werden (in dem Fall Schule & lernen) abwenden oder vernachlässigen. Ein Kind, dass also in der Grundschule keine Hausaufgaben macht, weil zB die Eltern nicht danach schauen, weil es lieber spielen möchte, kommt eben nicht aufs Gymnasium, sondern wird als "dumm" oder "unfähig" abgestempelt und auf die Hauptschule geschickt.
In anderen Ländern der Welt kommt man in eine Gesamtschule, deren höchster Abschluss zb (auf DE bezogen) nach 9 jahren das Abi ist. Schließt man die Schule mit der 9 ab, so hat man den Quali bekommen. Nach 10 jahren die Mittlere Reife. Hier hat jeder die gleiche Chance. Die, die es nicht packen, können vorher aussteigen.
Nach diesem Muster hätte wenigstens jedes Kind den gleichen Start & die gleiche Chance von Anfang an. Im Laufe der Entwicklung würden sie reifen und dann auch zum richtigen Zeitpunkt begreifen, dass ein guter Abschluss sehr wichtig ist. Es gäbe viel mehr Schüler mit besserem Abschluss.
Leider sehen viele Eltern das so "Ich, als Manager, Arzt, Anwalt oder sonstwer, möchte nicht, dass mein Kind mit dem eines Hartz 4 empfänger zusammen spielt" & umgekehrt " ich will nciht das mein Kind mit dem des aufgeblasenen Wichtigtuers mit dem dicken Mercedes rumhängt"


3. Nicht genügend Schulen & Lehrer um den Schülern kleinere Klassen und damit mehr Aufmerksamkeit zu bieten

Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass es sich in kleineren Klassen (6-16) Leute viel besser lernen lässt. Jeder Schüler bekommt mehr Aufmerksamkeit geschenkt und hat nicht so viele Möglichkeiten sich ablenken zu lassen. Vorallem in teuren Privatinternaten genießt jeder Schüler solch ein Privileg. Außerdem haben diese den Vorteil, dass die Lehrer, durch die familiere Atmosphäre, gute Ansprechpartner für sie darstellen & ihnen bei Problemen helfen.
In überfüllten Klassen der staatlichen Schulen kann man von solchen Verhältnissen nur träumen.

4. Soziale Schicht der Eltern
Auch hierzu haben schon viele Studien gezeigt, dass Kinder von Eltern mit Hauptschulabschluss meist nicht mehr erreichen als diese. Kinder von Akademikern oder sozial höher gestellten Eltern, erreichen meist das Abitur und studieren.
Gebildetere Eltern achten auch viel mehr darauf, wie ihr Kind sich schulisch entwickelt. Sie korriegieren die Hausaufgaben, helfen beim lernen & bringen die Kinder dazu auch noch nach der Schule ein Hobby oder einen Sport zu machen der sie ebenfalls fordert und fördert. ZB ein Instrument, eine Fremdsprache usw...
Damit will ich nicht sagen, dass Arbeiterfamilien nicht nach ihren Kindern schauen, sondern dass sie ihnen nicht mehr geben können als sie selbst gelernt haben.
Wie kann ein Hauptschüler einem Realschüler zb Mathe erklären? Das ist ein höheres Stoffgebiet als er selbst kennt...
Theoretisch könnten die Hauptschüler auch die Mittlere Reife erlangen und somit die Chance haben auf ein Gymnasium zu gehen & zu studieren, aber die wenigsten von ihnen werden das auch tatsächlich machen, weil ihnen keiner vorgelebt hat, wie man sein Leben richtig in die Hand nimmt. Das größte Ziel hier ist es, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
Um ihre Kinder zu fördern und den genannten Problemen entgegen zu wirken schicken immer mehr Familien mit höhrerem Einkommen auf Privatschulen und Internate. Dort werden die Kinder nämlich an der Hand genommen und durch die strengen Regeln zum gemeinsamen und guten Lernen gezwungen, sodass sie auch einen sehr guten Abschluss schaffen. Wären die meisten von ihnen stattdessen auf eine öffentliche Schule gegangen, so wäre manches 1er Abi eigentlich nur ein durchschnittliches 3,0....

weltweit:
Im weltweiten Vergleich belegt Deutschland meist nur die hintersten Plätze.
Angeführt werden die Bestenlisten von Japan, Südkorea & China, nordischen Ländern wie zB Finnland und einzelnen Topschulen in Großbritannien und den USA.
Dort wird nämlich besonderer Wert auf Naturwissenschaften & Fremdsprachen gelegt.


Diese Kurzdoku zeigt eigentlich alles knapp & deutlich :



Was meint ihr dazu?
Findet ihr es gut wie es jetzt ist?
Seit ihr eher für eine gemeinsame Schule oder für die Trennung in Haupt, Real & Gym?
Was hättet ihr im Bezug auf die Schule anders gemacht wenn ihr es könntet?

Persönlich finde ich ja, dass ein gemeinsames System viel mehr bringen würde!

Dr. Green

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2

Freitag, 16. September 2011, 16:59

Es wird ja jetzt überall das Gesamtschulenmodell vorgeschlagen. Dadurch könnten alle Probleme die du in Punkt 3 angesprochen hast und die Vorschläge die du in Punkt zwei aufgezeigt hast gelöst werden.
The first who sent something from his Brain! :doofy:

3

Freitag, 16. September 2011, 18:49

das ist ein schwieriges thema. es ist schwer von einem schulsystem auf das andere zu wechsen (z.b. von hauptschule zu gymnasium), deswegen, wie dr. green schon geschrieben hat, wäre eine gesamtschule besser. aber die gesamtschule macht die eltern, die unbewust und passiv ihr wissen an die kinder weitergeben bzw. den kindern beim hausaufgabenmachen helfen, nicht klüger und somit sinkt wieder die chance für das kind einen besseren abschluss zu erlangen.

eine trennung der schulsysteme (hauptschule/realschule/gymnasium) ist ja nicht schlimm nur sollte der umstieg erleichtert werden und die kinder sollten nicht in so einem jungem alter getrennt werden.

ich finde, dass man nur die hauptschule und die realschule zusammenlegt und die grundschule komplett auflöst, das gymnasium aber doch noch behält.
also so: man startet in einer gesamtschule (grundschule/hauptschule/realschule) ab der ersten klasse. ind der 5/6 klasse wählt man ein vertiefungsrichtung(wie jetzt in der realschule) oder man wächselt auf das gymnasium. mit der 9. klasse bekommt man den hauptschulabschluss, kann aber weiter in die 10. klasse wenn man z.b. guten schnitt hat. in der 10. klasse macht man dann die prüfungen für die mittlere reife, wenn man dann guten schnitt hat, kann man dann auf das gymnasium wechsel ohne zu wiederholen und wenn kein guter schnitt, dann mit eine klasse wiederholen.
<-so würde mein schulsystem aussehen
"Auf den Alkohol! Den Ursprung - und die Lösumg - sämtlicher Lebensprobleme!"

4

Samstag, 17. September 2011, 11:30

Das ist genau das was ich meinte ^^
Trennung nach Schulen nach der 6 Klasse fände ich auch sinnvoller, aber auch, dass der Umstieg erleichtert werden sollte.
Zb Wenn man einen guten Schnitt auf der Hauptschule hat, eine Chance hat ein, zwei Schnupperwochen auf der Realschule oder von dort aufm Gym zu machen und zu gucken ob mans schaffen würde.