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Dugster

E-Music Redakteur

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Montag, 13. Dezember 2010, 22:58

Einführung

also es ist ja ein sehr kompliziertes thema verschiedene musikrichtungen der elektronischen musik einzustufen.
daher verfasse ich euch mal ein kleines tutorial in die elektronische musik:

Ums kurz zu sagen elektronische Musik ist ein sehr sehr übergeordnetes Thema und kann auch unter anderem bedeuten dass die Musik nicht auf nem Klavier oder Flöte sondern Keyboard oder E-Gitarre gespielt wird.
Da scheiden sich die Geister was eigendlich elektronische Musik ist.

Dann gibt es noch die Einteilung "Elektronische Popmusik" (bezeichnet Popmusik die von Synthesisern, Samplern und Drumcomputers dominant begleitet wird.
Also eigendlich fast schon alles was heute in den Charts gespielt wird. Vor allem internationale Partymusik oder Black.

Dann gibt es noch die "Elektronische Tanzmusik".
Ich denke mal dass das die meisten von euch unter elektronischer Musik verstehen.
Aber hier gehen diese ganzen Genre-Bezeichnungen auch wieder zumlich uneindeutig zu.
Eigendlich kann man nie genau sagen was das nun wirklich für ein Genre ist. Man könnte bei den meisten Tracks wohl eher von einem Genregulash sprechen.
Viele Producer nennen ihre Musik zum Beispiel Minimal obwohl es keiner ist.

Hier mal eine kleine geschichte der elektronischen Tanzmusik (ausgezogen aus wikipedia):

Zitat

Das repetitive Arrangement geht eigentlich auf die amerikanischen E-Musiker der so genannten Minimal Music-Bewegung zurück (z.B. Steve Reich), die in den 1960er Jahren mit minimalistischen, repetitiven, aber von traditionellen Instrumenten gespielten Arrangements experimentierten. Diese Art des Arrangements wurde von zahlreichen Bands Ende der 1960er Jahre in die Popmusik übernommen. Vor allem innerhalb der so genannten Krautrock-Bewegung waren Experimente in diese Richtung häufig, wie es die „Songs“ etwa von Can und Tangerine Dream zeigen. Besonders einflussreich war allerdings die deutsche Band Kraftwerk, die als erste Band in den 70er Jahren vollkommen elektronische, tanzbare Beats als Grundlage der Musik verwendeten.

In den USA keimte in den 1970er Jahren eine neue DJ-Kultur auf, die eng mit der Szene der so genannten Disco-Music, aber auch mit dem neu entstehenden Hip-Hop verbunden war. Die Discjockeys beschränkten sich von nun an nicht mehr aufs reine „Auflegen“ von Musikstücken, sondern experimentierten mit den Platten, indem sie etwa einzelne Rhythmusfragmente als so genannte Loops wiederholt abspielten. Aus dieser Szene ging die so genannte House Music hervor, der erste anerkannte Stil der elektronischen Tanzmusik.

Die Stilrichtung Electro Funk kombinierte erstmals beide Elemente - europäischen Synthpop und amerikanischen House bzw. Hip-Hop - und entwickelte sowohl in Europa und in den USA ab Anfang der 80er Jahre zahlreiche Untergenres und Weiterentwicklungen, die teilweise eher dem Pop nahestanden, teilweise aber auch rein auf den tanzbaren Aspekt setzten (z.B. Techno).

Ende der 1980er Jahre gelang der elektronischen Tanzmusik der kommerzielle Durchbruch. Von nun an entstanden fast jedes Jahr neue Untergenres, die die neue Musikform auch mit anderen Elementen wie Rock, Pop, Reggae und Gothic mischten. Bis heute ist die elektronische Tanzmusik zu einem wesentlichen Bestandteil der Popmusik geworden, der nicht nur die Musik, sondern auch die Mode sowie die Ausgehgewohnheiten, aber auch den Drogenkonsum grundlegend geändert hat. Ein Beispiel sind die Raves, Massenveranstaltungen, auf denen zu elektronischer Tanzmusik oft tagelang getanzt wird, begleitet oft von aufputschenden Drogen wie Ecstasy oder Amphetamin.


So jetzt noch was zu den für mich wichtigsten Genres der "Elektronischen Tanzmusik":

Techno


Der Musikstil Techno bezeichnet synthetisch produzierte, meist vordergründig rhythmusorientierte Tanzmusik. Charakteristisch ist der 4/4-Takt, mit einer Betonung jedes Viertels durch eine elektronische Bass Drum und die (meist offene) Hi-Hat auf den geraden Achteln. Ergänzende Elemente sind die geschlossene Hi-Hat auf allen Sechzehntel-Noten und Snare Drum oder Handclap auf jedem zweiten Viertel. Der Harmonielehre folgende Akkorde sind von untergeordneter Bedeutung, stattdessen wird oft mit einzelnen Klängen und deren Zusammenwirken experimentiert. Die Klangfarben pendeln dabei zumeist im industriellen bzw. metallischen Bereich. Die Kompositionen basieren auf so genannten repetitiven Arrangements. Sie bauen sich jedoch häufig durch Hinzunahme von Effekten, Flächenklängen oder durch das Einstreuen einzelner Perkussionselemente, die sich nahtlos in das Rhythmusmuster einfügen, stufenweise auf.

In Europa wurde der Begriff „Techno“ zum ersten Mal im Jahre 1982 von Andreas Tomalla (alias Talla 2XLC) verwendet. Der Frankfurter Musikliebhaber arbeitete Anfang der 1980er-Jahre in einem Plattenladen unter dem Frankfurter Hauptbahnhof. Dort sortierte er Schallplatten mit elektronisch produzierter Musik in eine eigenständige Kategorie und benannte diese mit „Techno“.

Die damit entstandene Sammelbezeichnung umfasste anfangs Strömungen wie die deutsche Avantgarde (Kraftwerk), Elektronische Popmusik (Depeche Mode), EBM (Front 242, Nitzer Ebb), Industrial (Cabaret Voltaire, Clock DVA, Throbbing Gristle) und generell elektronisch arrangierte Spielarten der New-Wave-Epoche (siehe Electro Wave), aber auch den Detroit Techno (A Number Of Names, Cybotron), der stark durch europäische Musikrichtungen geprägt wurde.
Als sich in den späten 1980er-Jahren unter der Bezeichnung „Techno“ zunehmend ein stark von der House-Musik beeinflusster Stil herauskristallisierte, kam es bald darauf zur Konfusion. Bis 1993 versuchte das Techno-Magazin Frontpage auf die Unterschiede zwischen dem frühen Techno der 1980er-Jahre und der neu entstandenen Stilrichtung Techno-House hinzuweisen. Da sich beide Strömungen „Techno“ nannten, wurden mehrere Alternativen zur Umbenennung der neuartigen Spielart in „Tekni“ oder „Comp“ unterbreitet, die sich jedoch nie durchsetzen konnten.

In dieser Form konnte sich „Techno“ als Dachbegriff für elektronische Musik international – und vorzugsweise im deutschen Sprachraum – bis in den Beginn der 1990er-Jahre weiträumig etablieren.

Somit genossen die Stilformen der 1980er-Jahre (insbesondere EBM und Industrial) und die direkt darauf aufbauenden Richtungen der 1990er-Jahre (z. B. der Dark Electro und der Electro-Industrial) – unter der Sammelbezeichnung „Techno“ – über drei Jahre lang den Status einer Parallelerscheinung, dem man mit dem Begriff Elektro für „elektronische Musik“ vorerst erfolgreich entgegenwirkte.

Minmal

Die exakte Charakterisierung dieser Musikrichtung ist wegen der großen stilistischen Vielfalt ebenso schwierig wie eine Abgrenzung gegen einen Post-Minimalismus. Es gibt eine Reihe von stilistischen Merkmalen, welche wären:

* Repetitive Strukturen; das heißt Aneinanderreihung melodischer, rhythmischer oder harmonischer Formeln oder "patterns"
* stabile Harmonik, tonale Musiksprache mit vielen Konsonanzen
* additive Prozesse: Durch Hinzufügen einzelner Noten zu den "patterns" werden diese in ihrer rhythmischen Struktur verändert.
* Phasenverschiebungen, Überlagerungen, Akzentverschiebungen innerhalb eines Klangteppiches.
* Kontinuität und Vermeidung von Spannungsaufbau.
* Klangfarbe und -dichte werden wenig verändert.
* Eindruck eines Fragmentes aus einem permanenten musikalischen Kontinuum.
* erweiterter Zeitbegriff: Neue Dimensionen in der Dauer der Stücke - von wenigen Sekunden oder Minuten zu Stunden, Tagen, Wochen
* positive Funktion des Vergessens

Minimal Music ist verglichen mit Kunstmusik von eher geringer harmonischer Komplexität. Sie bewegt sich meistens im Rahmen einer modalen Tonalität und verwendet Dissonanzen nur sehr sparsam. Das rhythmische Element (oft Polyrhythmik) ist in der Minimal Music stark hervorgehoben, sie ist stark repetitiv, das heißt: ein einfaches Grundmuster (Pattern) wird über längere Zeiträume ständig mit nur leichten, oft kaum wahrnehmbaren Variationen wiederholt, das Stück ergibt sich dann aus der einfachen Aneinanderreihung der Variationen. Wird ein Muster gleichzeitig mit geringfügig unterschiedlichen Geschwindigkeiten gespielt, kommt es zum so genannten Effekt der Phasen-Verschiebung (phase shifting, phasing).


Die Minimal Music verarbeitet Einflüsse aus asiatischer (vor allem indischer und indonesischer, besonders des Gamelan) und afrikanischer Musik (besonders deren Polyrhythmik), der Notre-Dame-Schule des 12./13. Jahrhunderts, (Free-)Jazz sowie aus bestimmten Formen des Rock (Psychedelic Rock). Sie ignoriert weitgehend die Konventionen des Komponierens, wie sie im westlichen (also im wesentlichen europäischen) Kulturkreis bis dahin galten, speziell die Konventionen der Avantgarde der 1950er- und frühen 1960er-Jahre, insbesondere die der damals dominanten Seriellen Musik. Daher wird sie häufig als Antithese zum Serialismus verstanden. Von Vertretern dieser Richtung wird sie oft vehement abgelehnt, obwohl sich zum Beispiel La Monte Young theoretisch auf Arnold Schönberg und Anton Webern bezieht. Oft wird sie auch als eine postmoderne Musik charakterisiert.

(ich hab selbst auch nur die hälfte Verstanden ;) )

Auch viele der heutigen Produzenten von Minimal Techno sehen sich in der Tradition der Minimal Music.

somit zum Minimal Techno

Meist bestehen die Minimal-Techno-Tracks nur aus den typischen Four-To-The Floor Drums (klassisch hierfür die Sounds des Drumcomputers TR-909), Synth-Bass und Effekten. Es wird mit einzelnen Klängen, Klangvariationen und Unregelmäßigkeiten in der sonst monotonen Struktur der Komposition experimentiert. Oft werden überraschende Effekte oder fragmentierte Melodien eingestreut. Grundsätzlich ist Minimal Techno dennoch atonal, es gibt aber einige Ausnahmen.

Durch die eher niedrige Geschwindigkeit und die starke Monotonie kann diese Musik sehr hypnotisch wirken und wird sowohl auf der Tanzfläche, als auch im Chill Out-Floor gespielt.

Eng verwandt mit dem Minimal Techno ist der Minimal House (auch „Microhouse“ genannt). Der Unterschied liegt größtenteils in der niedrigen Geschwindigkeit und der oft angedeuteten Verbindung zum Funk.


so das wars erstmal wenn ihr wollt könnt ihr ja selbst noch was dazu schreiben... gibt ja noch etliche genres...
ich werd demnächst noch ein paar hörproben einfügen... bis die tage :thumbup: