Es war einmal in einer U-Bahn…
Zumindest fängt die Kampagne von Battlefield 3 in einer U-Bahn an. Als Sergeant Henry „Black“ Blackburn streift man im Zug durch die U-Bahn, ohne irgendeine Waffe, bis man eine von einem Gegner abnimmt. Die U-Bahn dient eher als Tutorial, wobei man dort nicht viel lernen kann. Nach dieser kurzen Sequenz landet man letzten Endes in einem Verhör, ohne eigentlich die Geschichte zu kennen, warum man da ist, wer genau die Leute sind die einen Verhören und warum genau „Black“ in Schwierigkeiten steckt und verdächtigt wird. Es werden Fragen gestellt, die „Black“ dann anhand einer Geschichte bzw. Erinnerung wiedergibt. Diese Geschichten sind dann die, die man als Spieler spielen kann. Das gute dabei ist, das man auch andere Charaktere spielen darf wie z. B. den Russen Dimitri „Dima“ der einen Anschlag auf Frankreich verhindern sollte. Aber auch mit einem Soldaten namens „Miller“ darf man kurze Zeit spielen. Im Großen und Ganzen ist das ganze Verhör eine interessante Sache, denn man erfährt immer nach und nach warum man überhaupt verhört wird.
Steuerung
Die Steuerung im Spiel ist ganz leicht und schnell zu erlernen. Man hat auch als Battlefield neu Einsteiger kaum Probleme. Im ganzen Spiel lernt man immer wieder neue Waffen, Funktionen und Tipps kennen, wie zum Beispiel das Luftanhalten beim Snippen. Für einen Battlefield Neuling, so wie ich es einer bin, wäre es vom Vorteil ein besseres, längeres Tutorial zu erhalten, z. B. könnte man dazu die Ausbildung zum Soldaten/Sergeant nutzen. Aber wie schon geschrieben, lernt man im Laufe des Spieles sehr viel, von daher wäre es ein „nice to have“ aber definitiv keine Pflicht.
Das Spiel
Das Spiel an sich ist sehr gut gelungen. Die Grafik ist, obwohl auf der Xbox 360 getestet, sehr gut. Die Steuerung ist einfach und leicht zu erlernen. Die Geschichte ist Interessant und spannend. Sie verursacht diesen „jetzt will ich aber mehr wissen“ Moment. Auch Abwechslungen haben die Entwickler eingebaut. Was allerdings negativ auffällt, es wird sehr oft gescrippted, was einen sehr unschönen Effekt mit sich bringt. Die KI ist den Entwicklern auch gut gelungen. Man sieht die Gegner nicht so oft, da es immer sehr dunkel ist, aber dank ihres verräterischen „Waffenlicht“ kann man wenigstens erahnen wo sich die Gegner befinden. Schön ist auch, dass man sich hinlegen und die Luft anhalten kann. Bugs konnte ich während meines Spielverlaufes allerdings nicht finden. Störend fand ich aber ab und zu, dass man bestimmte lange Sequenzen nicht „überspringen“ konnte. Auch die Spielzeit ist nicht sehr klein gehalten. Man kann bis zu 300 Stunden spielen, um z. B. alle Waffen usw. zu erhalten. Aber im Großen und Ganzen ist das Spiel sehr sehr gut und hat auch potenzial auf den „Game of the Year 2011“ Titel.
Fazit
EA hat mit Battlefield 3 nicht nur ein wahres Grafikmonster, sondern auch ein sehr gut gelungenes Spiel veröffentlicht. Die Umgebung ist realistisch und auch das Vorgehen ist realistisch aufgebaut, wie zum Beispiel das zerstören der Wände bei Beschuss. Ich persönlich kann es jedem empfehlen sich Battlefield 3 zuzulegen. Die Kampagne ist wirklich sehr interessant. Der Multiplayer ist ebenfalls gut. Jedoch wird in einem späteren Beitrag der Test zum Multiplayer veröffentlicht.
Grafik:
Atmosphäre:
Bedienung:
Umfang:
Handlung:
Summe: 45/50 ==> 90%